Ich habe leider sehr wenig Zeit gehabt die letzten Wochen und konnte meine tägliche Einträge nicht schreiben. Um ein Zeitgefühl zu vermitteln ist Feivel am 13.09.2010 zu uns gekommen und ist es heute 27 Oktober.
Eine zusammenfassung von die letzte 4-5 Wochen:
Kurz nach der letzte Beitrag haben die Ballen rechts sich entzündet, merkbar an Weißliche Farbe an deutlich weiche Stellen. Dies ist höchst wahrscheinlich vorgekommen weil er sich einmal sehr aufgeregt hat auf der Wiese und ist dann ohne Schuhe viel Gallopiert (teilweise auch in sehr enge Wendungen). Wir haben zehn Tage lang mit Schaumstoff (Ligasano - ein Produkt aus der Wundversorgung für Menschen) im Hufschuh gearbeitet. Die erste drei Tage habe ich das Schaumstoff direkt am Huf angeklebt mit Tape mit eine Wattenpolster zwischen Schaumstoff und Ballen. Die Watten habe ich mit Betaisodona Lösung durchträngt um der Entzündung raus zu ziehen. Die Tape direkt am Huf hat auch zu weitere einweichung von die Entzündete Stelle geführt bis der Blase aufgegangen ist und alle Eiter entfernt werden konnte. Danach habe ich alles gründlich reinigen können und haben wir mit trockene Ligasano polster gearbeitet. Der Ligasano habe ich unten an der Einlegsohle vom Hufsschuh angeklebt und oben an der Rand vom Schuh. So hat sich die Wunde sehr schnell wieder verschlossen und ist der Strahl wieder härter geworden. Blutergüsse hat Feivel immer noch leicht am Ballen, vorallem rechts aber teilweise auch links. Er gallopiert und trabt täglich auf der Wiese ohne merkbare schmerzen.
Ich habe in der Zwischenzeit noch einmal die Hufe bearbeitet von ihm und habe 3mm von linken Bockhuf entfernt. Es ist noch deutlich steiler als der rechte Huf aber kann erstmal ein bis zwei Monate so bleiben während seine Sehnen sich wieder anpassen.
Die Sehnenentzündung ist nicht wieder gekommen aber bei der Hufbearbeitung hat er weiterhin schwierigkeiten lange Zeit auf ein Vorderbein stehen und entlastet das Stutzbein an der andere Seite nachdem ich mit der Behandlung fertig bin. Dies zeigt deutlich das der Hufrollenbereich weiterhin entzündet ist.
Seit 3 Wochen (Drei Wochen nach erste Behandlung) wälzt Feiel sich mit deutlichem Genuss auf der Wiese.
Es ist letzte Woche viel kälter geworden und Feivels Hinterbeine fangen an sich aufzuschwellen. Nachdem er sich etwas bewegt hat geht die Schwellung runter. Hier ist der verdacht auf eine Beeinträchtigung der Lymphdrainage.
Die Hufschuhe werden täglich ungefähr eine Stunde lang ausgezogen und alle drei Tage werden sie einen Tag ganz weggelassen.
Zur Behandlung der Strahlfäule benutze ich weiterhin hauptsächlich Betaisodonalösung, direkt in die mittlere Strahlfürche hereingespritzt ich versuche danach der Strahl so gut wie möglich trocken zu tupfen mit Kompressen bevor die Hufe wieder in die Schuhe kommen. Danach habe ich in Wochen 3 und 4 Betaisodonasalbe in die Strahlfürche reingespritzt. Seit letzte Woche benutze ich Teebaumöl auf die Ballen und Strahloberfläche (ungefähr zehn Tropfen pro Huf die ich dan einreibe). Der Strahl hat sich merkbar gefestigt seit ich diese Öl benutze und es hat auch eine desinfizierende Wirkung.
1 bis 2 mal wöchentlich mache ich die Hufe mit Jodoform-Äther sauber statt Betaisodona. Dies lässt viel gründlichere reinigung zu und muss nachher nicht weggetupft werden da es sehr schnell austrocknet. Ich mach es nicht täglich aus dem Grund das es einen extrem starken Mittel ist und auch die gesunde Gewebe in der verfaulte Strahlfürche leicht schädigt.
Der Stahlfäule wird immer weniger - die Spalten wachsen an alle drei Hufe zu. Aber ich behandele jetzt auch hinten links weil sich da eine kleine Spalt geformt hat.
Sonnst ist letzte Woche der Stallboden auch neu gemacht worden. Wir haben jetzt eine Lava und Stein Mischung statt nur Erde. Da wird eine dicke Bett aus Stroh drauf gestreut. Vor der Stall ist eine Paddock aus Pflastersteine und davor kommt noch eine größeren Sandpaddock. Im Stall sind zwei Heunetze und auf der Sandpaddock ist Wasser für die Pferde.
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