Tuesday, 14 December 2010

Woche 13

Es ist wenig passiert in den letzten Wochen. Feivels Hufe haben sich weiterhin ständig gebessert und er läuft jetzt ohne Schuhe so wie er am anfang mit Schuhe gelaufen ist, d.h. er Fußt fast immer über die Trachten auf, trabt mit leichten Ticken und Gallopiert auf der Wiese und jetzt auch an der Hand. Er fühlt sich sehr wohl in seine kleine Herde und spielt jetzt gerne mit Aramis, der zwei-jährige Haflinger Wallach. Hufschuhe tragt er seit drei Wochen nicht mehr aus dem Grund dass die Ballen von seiner rechter Vorderhuf sich so entwickelt haben das die Schuhe hinten drücken. Er wird auch wegen Frierwetter seit 4 Wochen nicht mehr longiert. Da er ohne Schuhe so gut zurecht kommt, auch beim spazieren gehen, haben wir noch keine neue Schuhe gehollt.

Strahl und Ballen sind gewachsen und haben sich insgesamt auch etwas abgehärtet. Die Fäule ist weiter züruck gegangen, sodass hinten fast gar kein Strahlfäule mehr zu finden ist und vorne ungefähr ein Drittel weniger als am Anfang.
Die Strahlbehadlung erfolgt momentan so:

- Hufe auskratzen

- mit Watte Dreck weiter entfernen

- wenn nötig Strahlhorn wegschneiden mit einem desinfiziertem Hufmesser

- Huf runterlassen und Pause machen (Feivel hat noch schwierigkeiten lange auf ein Vorderhuf zu stehen)

- eine Kompresse mit Desinfektionsmittel (Octenisept (pure form, tägliche Behandlung möglich, jetzt behandlung alle 2-3 Tage), Betaisodona (2 teile Betaisodona zu 8 teile Wasser, Behandlung 1-2 Mal wöchentlich möglich, momentan alle 10 Tage), Iodether (pur, Behandlung 1 mal wöchentlich möglich, momentan nach Hufbearbeitung - Iodether wird nicht mit eine Kompresse aufgetragen sondern über eine Spritze)) tränken und der Strahl weiter säubern

- eine mit Desinfektionsmittel gefühlte Spritze (3ml Octenisept/Iodether, 2cl Betaisodona mischung) in der mittlere Strahlfurche ansetzen und durchspritzen

- mit eine Kompresse bzw. Müllbinde der Strahl aussen abtrocken

- Seit drei Wochen benutze ich mit guten Erfolg THM - Strahlbalsam, eine Mischung von Baumharz mit verschiedene planzlichen Ölen, welche mit einem Pinsel aufgetragen wird und so klebt dass es einen Schutzmantel um den Strahl bildet.

- Huf runter lassen und Pause machen

- mit eine weitere Kompresse bzw. Müllbinde der mittlere Strahlfurche austrocken - mit eine desinfizierten Holzstäbchen oder stumpfe Hufkratzer oder abgerundeten Pinzetten die Kompresse tief in der Strahlfurche reindrücken und langsam durchziehen. (diese Teil von der Behandlung kann starke Schmerzen auslösen wenn nicht aufgepasst wird oder wenn dieser Bereich sehr entzündet ist)

- Huf runter lassen und Pause machen

- Der mittlere Strahlfurche mit einen volgetränkten Kompresse ausstopfen. Ich benutze seit drei Wochen Strahlbalsam Pads aber hier kann Mann auch einfach Honig oder stark konzentrierte Zuckerwasser benuntzen. Zucker in starke Konzentrationen hat auch eine Desinfizierende Wirkung und wenn der Kompresse vollgetränkt ist kann es kein Urin aufsaugen vom Stallboden.


Vom Bockhuf habe ich vor 4 Wochen die Trachten nochmal 4 mm gekürzt. Trotzdem hat Feivel immer weniger Probleme mit den Sehnen und stolpert gar nicht mehr.

Ich werde versuchen meinen nächsten Blogbeitrag schneller vor zu bereiten.

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