Es ist wenig passiert in den letzten Wochen. Feivels Hufe haben sich weiterhin ständig gebessert und er läuft jetzt ohne Schuhe so wie er am anfang mit Schuhe gelaufen ist, d.h. er Fußt fast immer über die Trachten auf, trabt mit leichten Ticken und Gallopiert auf der Wiese und jetzt auch an der Hand. Er fühlt sich sehr wohl in seine kleine Herde und spielt jetzt gerne mit Aramis, der zwei-jährige Haflinger Wallach. Hufschuhe tragt er seit drei Wochen nicht mehr aus dem Grund dass die Ballen von seiner rechter Vorderhuf sich so entwickelt haben das die Schuhe hinten drücken. Er wird auch wegen Frierwetter seit 4 Wochen nicht mehr longiert. Da er ohne Schuhe so gut zurecht kommt, auch beim spazieren gehen, haben wir noch keine neue Schuhe gehollt.
Strahl und Ballen sind gewachsen und haben sich insgesamt auch etwas abgehärtet. Die Fäule ist weiter züruck gegangen, sodass hinten fast gar kein Strahlfäule mehr zu finden ist und vorne ungefähr ein Drittel weniger als am Anfang.
Die Strahlbehadlung erfolgt momentan so:
- Hufe auskratzen
- mit Watte Dreck weiter entfernen
- wenn nötig Strahlhorn wegschneiden mit einem desinfiziertem Hufmesser
- Huf runterlassen und Pause machen (Feivel hat noch schwierigkeiten lange auf ein Vorderhuf zu stehen)
- eine Kompresse mit Desinfektionsmittel (Octenisept (pure form, tägliche Behandlung möglich, jetzt behandlung alle 2-3 Tage), Betaisodona (2 teile Betaisodona zu 8 teile Wasser, Behandlung 1-2 Mal wöchentlich möglich, momentan alle 10 Tage), Iodether (pur, Behandlung 1 mal wöchentlich möglich, momentan nach Hufbearbeitung - Iodether wird nicht mit eine Kompresse aufgetragen sondern über eine Spritze)) tränken und der Strahl weiter säubern
- eine mit Desinfektionsmittel gefühlte Spritze (3ml Octenisept/Iodether, 2cl Betaisodona mischung) in der mittlere Strahlfurche ansetzen und durchspritzen
- mit eine Kompresse bzw. Müllbinde der Strahl aussen abtrocken
- Seit drei Wochen benutze ich mit guten Erfolg THM - Strahlbalsam, eine Mischung von Baumharz mit verschiedene planzlichen Ölen, welche mit einem Pinsel aufgetragen wird und so klebt dass es einen Schutzmantel um den Strahl bildet.
- Huf runter lassen und Pause machen
- mit eine weitere Kompresse bzw. Müllbinde der mittlere Strahlfurche austrocken - mit eine desinfizierten Holzstäbchen oder stumpfe Hufkratzer oder abgerundeten Pinzetten die Kompresse tief in der Strahlfurche reindrücken und langsam durchziehen. (diese Teil von der Behandlung kann starke Schmerzen auslösen wenn nicht aufgepasst wird oder wenn dieser Bereich sehr entzündet ist)
- Huf runter lassen und Pause machen
- Der mittlere Strahlfurche mit einen volgetränkten Kompresse ausstopfen. Ich benutze seit drei Wochen Strahlbalsam Pads aber hier kann Mann auch einfach Honig oder stark konzentrierte Zuckerwasser benuntzen. Zucker in starke Konzentrationen hat auch eine Desinfizierende Wirkung und wenn der Kompresse vollgetränkt ist kann es kein Urin aufsaugen vom Stallboden.
Vom Bockhuf habe ich vor 4 Wochen die Trachten nochmal 4 mm gekürzt. Trotzdem hat Feivel immer weniger Probleme mit den Sehnen und stolpert gar nicht mehr.
Ich werde versuchen meinen nächsten Blogbeitrag schneller vor zu bereiten.
Hier werde ich die Barhufbehandlung für Pferde mit Hufrollenentzündung beschreiben anhand einen Extrembeispiel. Feivel ist 22 Jahre alt. Er hat seit 12 Jahre Hufrollenentzündung. Vor Zehn Jahre sollte er schon deswegen eingeschläffert worden. Die jetzige Besitzerin hat ihm damals gekauft und hat eine Nervenschnitt machen lassen.
Tuesday, 14 December 2010
Wednesday, 27 October 2010
Woche 6
Ich habe leider sehr wenig Zeit gehabt die letzten Wochen und konnte meine tägliche Einträge nicht schreiben. Um ein Zeitgefühl zu vermitteln ist Feivel am 13.09.2010 zu uns gekommen und ist es heute 27 Oktober.
Eine zusammenfassung von die letzte 4-5 Wochen:
Kurz nach der letzte Beitrag haben die Ballen rechts sich entzündet, merkbar an Weißliche Farbe an deutlich weiche Stellen. Dies ist höchst wahrscheinlich vorgekommen weil er sich einmal sehr aufgeregt hat auf der Wiese und ist dann ohne Schuhe viel Gallopiert (teilweise auch in sehr enge Wendungen). Wir haben zehn Tage lang mit Schaumstoff (Ligasano - ein Produkt aus der Wundversorgung für Menschen) im Hufschuh gearbeitet. Die erste drei Tage habe ich das Schaumstoff direkt am Huf angeklebt mit Tape mit eine Wattenpolster zwischen Schaumstoff und Ballen. Die Watten habe ich mit Betaisodona Lösung durchträngt um der Entzündung raus zu ziehen. Die Tape direkt am Huf hat auch zu weitere einweichung von die Entzündete Stelle geführt bis der Blase aufgegangen ist und alle Eiter entfernt werden konnte. Danach habe ich alles gründlich reinigen können und haben wir mit trockene Ligasano polster gearbeitet. Der Ligasano habe ich unten an der Einlegsohle vom Hufsschuh angeklebt und oben an der Rand vom Schuh. So hat sich die Wunde sehr schnell wieder verschlossen und ist der Strahl wieder härter geworden. Blutergüsse hat Feivel immer noch leicht am Ballen, vorallem rechts aber teilweise auch links. Er gallopiert und trabt täglich auf der Wiese ohne merkbare schmerzen.
Ich habe in der Zwischenzeit noch einmal die Hufe bearbeitet von ihm und habe 3mm von linken Bockhuf entfernt. Es ist noch deutlich steiler als der rechte Huf aber kann erstmal ein bis zwei Monate so bleiben während seine Sehnen sich wieder anpassen.
Die Sehnenentzündung ist nicht wieder gekommen aber bei der Hufbearbeitung hat er weiterhin schwierigkeiten lange Zeit auf ein Vorderbein stehen und entlastet das Stutzbein an der andere Seite nachdem ich mit der Behandlung fertig bin. Dies zeigt deutlich das der Hufrollenbereich weiterhin entzündet ist.
Seit 3 Wochen (Drei Wochen nach erste Behandlung) wälzt Feiel sich mit deutlichem Genuss auf der Wiese.
Es ist letzte Woche viel kälter geworden und Feivels Hinterbeine fangen an sich aufzuschwellen. Nachdem er sich etwas bewegt hat geht die Schwellung runter. Hier ist der verdacht auf eine Beeinträchtigung der Lymphdrainage.
Die Hufschuhe werden täglich ungefähr eine Stunde lang ausgezogen und alle drei Tage werden sie einen Tag ganz weggelassen.
Zur Behandlung der Strahlfäule benutze ich weiterhin hauptsächlich Betaisodonalösung, direkt in die mittlere Strahlfürche hereingespritzt ich versuche danach der Strahl so gut wie möglich trocken zu tupfen mit Kompressen bevor die Hufe wieder in die Schuhe kommen. Danach habe ich in Wochen 3 und 4 Betaisodonasalbe in die Strahlfürche reingespritzt. Seit letzte Woche benutze ich Teebaumöl auf die Ballen und Strahloberfläche (ungefähr zehn Tropfen pro Huf die ich dan einreibe). Der Strahl hat sich merkbar gefestigt seit ich diese Öl benutze und es hat auch eine desinfizierende Wirkung.
1 bis 2 mal wöchentlich mache ich die Hufe mit Jodoform-Äther sauber statt Betaisodona. Dies lässt viel gründlichere reinigung zu und muss nachher nicht weggetupft werden da es sehr schnell austrocknet. Ich mach es nicht täglich aus dem Grund das es einen extrem starken Mittel ist und auch die gesunde Gewebe in der verfaulte Strahlfürche leicht schädigt.
Der Stahlfäule wird immer weniger - die Spalten wachsen an alle drei Hufe zu. Aber ich behandele jetzt auch hinten links weil sich da eine kleine Spalt geformt hat.
Sonnst ist letzte Woche der Stallboden auch neu gemacht worden. Wir haben jetzt eine Lava und Stein Mischung statt nur Erde. Da wird eine dicke Bett aus Stroh drauf gestreut. Vor der Stall ist eine Paddock aus Pflastersteine und davor kommt noch eine größeren Sandpaddock. Im Stall sind zwei Heunetze und auf der Sandpaddock ist Wasser für die Pferde.
Eine zusammenfassung von die letzte 4-5 Wochen:
Kurz nach der letzte Beitrag haben die Ballen rechts sich entzündet, merkbar an Weißliche Farbe an deutlich weiche Stellen. Dies ist höchst wahrscheinlich vorgekommen weil er sich einmal sehr aufgeregt hat auf der Wiese und ist dann ohne Schuhe viel Gallopiert (teilweise auch in sehr enge Wendungen). Wir haben zehn Tage lang mit Schaumstoff (Ligasano - ein Produkt aus der Wundversorgung für Menschen) im Hufschuh gearbeitet. Die erste drei Tage habe ich das Schaumstoff direkt am Huf angeklebt mit Tape mit eine Wattenpolster zwischen Schaumstoff und Ballen. Die Watten habe ich mit Betaisodona Lösung durchträngt um der Entzündung raus zu ziehen. Die Tape direkt am Huf hat auch zu weitere einweichung von die Entzündete Stelle geführt bis der Blase aufgegangen ist und alle Eiter entfernt werden konnte. Danach habe ich alles gründlich reinigen können und haben wir mit trockene Ligasano polster gearbeitet. Der Ligasano habe ich unten an der Einlegsohle vom Hufsschuh angeklebt und oben an der Rand vom Schuh. So hat sich die Wunde sehr schnell wieder verschlossen und ist der Strahl wieder härter geworden. Blutergüsse hat Feivel immer noch leicht am Ballen, vorallem rechts aber teilweise auch links. Er gallopiert und trabt täglich auf der Wiese ohne merkbare schmerzen.
Ich habe in der Zwischenzeit noch einmal die Hufe bearbeitet von ihm und habe 3mm von linken Bockhuf entfernt. Es ist noch deutlich steiler als der rechte Huf aber kann erstmal ein bis zwei Monate so bleiben während seine Sehnen sich wieder anpassen.
Die Sehnenentzündung ist nicht wieder gekommen aber bei der Hufbearbeitung hat er weiterhin schwierigkeiten lange Zeit auf ein Vorderbein stehen und entlastet das Stutzbein an der andere Seite nachdem ich mit der Behandlung fertig bin. Dies zeigt deutlich das der Hufrollenbereich weiterhin entzündet ist.
Seit 3 Wochen (Drei Wochen nach erste Behandlung) wälzt Feiel sich mit deutlichem Genuss auf der Wiese.
Es ist letzte Woche viel kälter geworden und Feivels Hinterbeine fangen an sich aufzuschwellen. Nachdem er sich etwas bewegt hat geht die Schwellung runter. Hier ist der verdacht auf eine Beeinträchtigung der Lymphdrainage.
Die Hufschuhe werden täglich ungefähr eine Stunde lang ausgezogen und alle drei Tage werden sie einen Tag ganz weggelassen.
Zur Behandlung der Strahlfäule benutze ich weiterhin hauptsächlich Betaisodonalösung, direkt in die mittlere Strahlfürche hereingespritzt ich versuche danach der Strahl so gut wie möglich trocken zu tupfen mit Kompressen bevor die Hufe wieder in die Schuhe kommen. Danach habe ich in Wochen 3 und 4 Betaisodonasalbe in die Strahlfürche reingespritzt. Seit letzte Woche benutze ich Teebaumöl auf die Ballen und Strahloberfläche (ungefähr zehn Tropfen pro Huf die ich dan einreibe). Der Strahl hat sich merkbar gefestigt seit ich diese Öl benutze und es hat auch eine desinfizierende Wirkung.
1 bis 2 mal wöchentlich mache ich die Hufe mit Jodoform-Äther sauber statt Betaisodona. Dies lässt viel gründlichere reinigung zu und muss nachher nicht weggetupft werden da es sehr schnell austrocknet. Ich mach es nicht täglich aus dem Grund das es einen extrem starken Mittel ist und auch die gesunde Gewebe in der verfaulte Strahlfürche leicht schädigt.
Der Stahlfäule wird immer weniger - die Spalten wachsen an alle drei Hufe zu. Aber ich behandele jetzt auch hinten links weil sich da eine kleine Spalt geformt hat.
Sonnst ist letzte Woche der Stallboden auch neu gemacht worden. Wir haben jetzt eine Lava und Stein Mischung statt nur Erde. Da wird eine dicke Bett aus Stroh drauf gestreut. Vor der Stall ist eine Paddock aus Pflastersteine und davor kommt noch eine größeren Sandpaddock. Im Stall sind zwei Heunetze und auf der Sandpaddock ist Wasser für die Pferde.
Thursday, 23 September 2010
Tag 11
Heute ist nichts besonderes zu melden ausser das Ginger, meine Stute, und ihm sich jetzt endlich angefreundet haben.
Behandlung wie gewohnt, weiterhin keine Hufschuhe an.
Behandlung wie gewohnt, weiterhin keine Hufschuhe an.
Tag 10
Die Ballen von Feivels Vorderhufe sehen noch gleich aus.
Heute ging das Entzündungshemmer und Schmerzmittel Mischung zu ende.
Die Spalten in den Mitteleren Strahlfürchen sind kleiner geworden. Ich kann jetzt weniger Binde rein stopfen als am Anfang.
Ich habe Feivel Strahl und Sohle an alle vier Hufe geschnitten, an seiner Bockhuf vorne links habe ich die Trachten 4mm kürzer gemacht.
Heute ging das Entzündungshemmer und Schmerzmittel Mischung zu ende.
Die Spalten in den Mitteleren Strahlfürchen sind kleiner geworden. Ich kann jetzt weniger Binde rein stopfen als am Anfang.
Ich habe Feivel Strahl und Sohle an alle vier Hufe geschnitten, an seiner Bockhuf vorne links habe ich die Trachten 4mm kürzer gemacht.
Tag 9
Feivel hat jetzt Blutergüsse in seine Ballen und auf eine Seite sogar einer Blase (rechts aussen). Wahrscheinlich wegen erhöhten Druck von die Hufschuhe zu tragen und mit den Trachten auf zu füßen. Vielleicht hat er am Sontag (Tag 7) auch etwas zu viel galloppiert.
Wir haben die Hufschuhe entfernt und lassen ihm jetzt zwei Tage ohne laufen - so können die auch Mal gereinigt werden.
Wir haben die Hufschuhe entfernt und lassen ihm jetzt zwei Tage ohne laufen - so können die auch Mal gereinigt werden.
Monday, 20 September 2010
Tag 8
Die Tierärztin war nochmals da um nach Feivels Auge zu schauen. Es sieht gut aus also sollten wir die Augentropfen absetzen und creme auf 3x täglich reduzieren. Feivel ist auch gegen Tetanus geimpft worden.
Er ist danach mit Ginger hoch gegangen auf der große Wiese. Im langsamen Schritt läuft er sehr gut aber sobald es etwas schneller geht stolpert er gelegentlich. Nachher war er ziemlich müde. Immer noch kein Wälzen obwohl er dazu deutliche Neigungen zeigt. Ich frag mich nur ab ob er sich wegen schmerzen zurück hält...
Er ist danach mit Ginger hoch gegangen auf der große Wiese. Im langsamen Schritt läuft er sehr gut aber sobald es etwas schneller geht stolpert er gelegentlich. Nachher war er ziemlich müde. Immer noch kein Wälzen obwohl er dazu deutliche Neigungen zeigt. Ich frag mich nur ab ob er sich wegen schmerzen zurück hält...
Tag 7
Die Augenentzündung ist schon zurück gegangen. Feivel lauft weiter wie sonnst. Ist viel galloppiert auf der Wiese. Wir warten immer noch darauf das er sich traut hinzulegen oder zu wälzen aber heute war nicht das Tag dafür. Er hat schon ein Riss in eine Hufschuh bekommen anscheinend vom jucken - er war jedenfalls mit seinen Zähnen dort am kratzen. Arnika Tabletten haben wir auch abgesetzt da er Entzündungshemmer vom Tierärztin bekommen hat. Es wird immer schwere im zu motivieren die Vorderbeine zu heben. Die tägliche Behandlung findet er langsam etwas anstrengend. Jeden Tag werden die Hufschuhe eine Stundeausgezogen damit seine Hufe etwas atmen können und die Schuhe nicht zu feucht werden.
Tag 6
Feivel lief weiterhin gut. Alle drei Entzündeten Sehnen waren wieder unauffällig. Da keine Tonerde mehr da war haben wir die behandlung abgesetzt. Die Tierärztin war da weil Feivel am rechte Auge eine Entzündung bekommen hat (wir haben später erfahren das dies öffters passiert) er hat Augentropfen 1x täglich, Augencreme 4x täglich und Schmerzmittel 2x täglich mit Entzündungshemmer verschrieben bekommen und ist auch gleich vom Tierärztin behandelt worden. Sie hat das linke Hinterbein abgetastet und meinte wir bräuchten nichts mehr machen, die dickere Weichteilen um das Fesselgelenk wären Gallen.
Tag 5
Die Hufschuhe sind gekommen! Easyboot RX mit Einlegsohlen. Bevor wir sein Hufe in die Hufschuhe getan haben, habe ich sie nochmal gefeilt da die Hufrände etwas bruchig waren wo die Nägel entfernt worden sind, dann haben wir sie wie immer behandelt. Am linken Vorderhuf habe ich zwischen den Trachten, vom Strahl bis zur Trachtenendkante mit Schaumstoff gefüllt und eingetaped bevor der Schuh drüber ging. Nachher hat er in Schritt gelaufen als hätte er kaum ein Problem. Soviel besserung als es von Eisen auf Barhuf gab war jetzt nochmal der Fall. In Trab war hinten links (wo die Sehnen auch auffällig sind) ein deutliches lahmen fest zustellen. Er ist an diesem Tag auch Galloppiert bevor und nachdem er die Hufschuhe an hatte.
Wednesday, 15 September 2010
Tag 3
Er hat auf ein ganze Tag nur 15 liter getrunken. Morgens sofort nach dem Misten angefangen mit Behandlungen. Hufe ausgekratzt; Paste abgebürstet - Sehnen wieder kühl und dünn; Hufe mit Wasser gewaschen; Strahlfürche mit Catheterspritze und abgeschnittene Aufsatz mit 50/50 Wasser/Isobetadona Mischung durchspüllt und mit Müllbinde gestopft; Müllbinde mit disinfectionsflüssigkeit durchweicht; Sehnen wieder eingepastet.
Nach eine Stunde auf der Wiese gelassen mit Stuten. Hat getrabt aber hat sich wieder nicht getraut zu wälzen. Nach zwei Stunden wieder reingehollt. Alle Pferde zusammen laufen lassen. Unkompliziert.
3 Mal am Tag 6 Arnika 6 Tabletten.
Beide Stuten lagen im Heu aber er stand. Dieses Mal aber am Heunetz. Bauch was ziemlich aufgebläht.
Sehnen waren Abends noch dunn und kühl; strahl war noch sauber. Kein weitere Behandlung.
Nach eine Stunde auf der Wiese gelassen mit Stuten. Hat getrabt aber hat sich wieder nicht getraut zu wälzen. Nach zwei Stunden wieder reingehollt. Alle Pferde zusammen laufen lassen. Unkompliziert.
3 Mal am Tag 6 Arnika 6 Tabletten.
Beide Stuten lagen im Heu aber er stand. Dieses Mal aber am Heunetz. Bauch was ziemlich aufgebläht.
Sehnen waren Abends noch dunn und kühl; strahl war noch sauber. Kein weitere Behandlung.
Tag 2
Sehne wieder dünner und kühler. Er hat in der Nacht nicht getrunken. Mehr Huf war weggebrochen.
Strahl geschnitten. Strahlfäule an 3 Hufe. Vorne links am schlimsten.
Sehne nach 10 Minuten Hufe schneiden sofort wieder etwas dicker und wärmer. Er fing wieder an die Hufe vorne in die Luft zu halten um die Sehnen zu entlasten. Rechts mehr als links.
Auf die Wiese hat er nicht getrabt. Er hat gescharrt, traute sich aber doch nicht hinzulegen oder zu wälzen.
Sehnen mit Tonerde und arnika Mischung eingepastet - sehr schnell wieder kühler und dünner - nach eine Stunde sofort wiederholt. Inzwischen war er mit die zwei Stuten auf der Wiese.
Kein Strahlbehandlung da die Sehnen nach bearbeitung so schnell aufgeschwollen sind.
Strahl geschnitten. Strahlfäule an 3 Hufe. Vorne links am schlimsten.
Sehne nach 10 Minuten Hufe schneiden sofort wieder etwas dicker und wärmer. Er fing wieder an die Hufe vorne in die Luft zu halten um die Sehnen zu entlasten. Rechts mehr als links.
Auf die Wiese hat er nicht getrabt. Er hat gescharrt, traute sich aber doch nicht hinzulegen oder zu wälzen.
Sehnen mit Tonerde und arnika Mischung eingepastet - sehr schnell wieder kühler und dünner - nach eine Stunde sofort wiederholt. Inzwischen war er mit die zwei Stuten auf der Wiese.
Kein Strahlbehandlung da die Sehnen nach bearbeitung so schnell aufgeschwollen sind.
Tag 1
Feivel ging gut ins Hänger.
Etwas aufgeregt aber hat sich schnell beruhigt.
Erstmal alleine in der Paddockbox, zwei Stuten nebenan.
Füßte weiterhin mit seine Zehenspitzen auf; die Eisen hörten sich an wie tap dancing schuhe da Eisen und Trachten sich immer von einander entfernten beim auffüßen und kurz darauf wieder zusamen schlugen als die Trachten runterkamen. Er hat mit dem linken Huf oft gestolpert.
Er hat nicht getrabt auf der Wiese, ging teilweise in einer zügigen Schritt.
Sehnen waren eingepackt mit Watte und Bandagen.
Hufschmied hat Eisen abgemacht, er konnte sogar für diese kürze Zeit kaum stehen. Große Stücke vom Hufwand sind weggebrochen wo die Nagellöcher waren; am nächsten Tag sind weitere Teile weggebrochen.
Nachher ging er weiterhin auf die Zehenspitzen aber füßte mit rechts 25% auch mit den Trachten auf. Hat kurz getrabt.
Nach eine kurze Pause habe ich die Hufe gefeilt. links 4mm Hufwand entfernt an die Trachten bis der Wand auf eine Höhe war mit die Sohle. Die Sohle ist links an die Trachten zu tief runter, wie bei ein langjährige Bockhuf zu erwarten.
Obwohl kein Bein mehr als eine Minute in der Luft bleiben müsste und ich öfter abgewechselt habe at es nicht lange gedaurt bis er die Beugesehnen entlastet hat durch die Beine nach vorne hoch zu halten.
Pause eingeleiten 2 Stunden.
Pulverige Sohlenhorn habe ich nach der Pause entfernt bis auf ein Paar Resten - die werden die Sohle etwas beschutzen für ungewohnte Belastung. Sohlen haben durchaus richtige dicke über dem Strahlfürchen gemessen (link Ramey article).
Da die Sehnen jetzt deutlich dicker waren und dazu auch warm waren und Pulsierten, habe ich der Strahl nicht mehr geschnitten.
Percutin aufgetragen auf die Sehnen. Iod-Ether in der mittlere Strahlfürche eingespritzt und mit Mullbinde zu gestopft. Hufe für Hufschuhe gemessen. Sehr Schmall 15,7 zu 13,5 und 15,5 zu 12,7 - ein bis zwei Maßen unterschied zwischen Breite und länge.
Krankenschuhe bestellt.
Vor wie nachher stellt er sich am liebsten auf der dickste Heuschicht. Warscheinlich besser abgepolstert.
Etwas aufgeregt aber hat sich schnell beruhigt.
Erstmal alleine in der Paddockbox, zwei Stuten nebenan.
Füßte weiterhin mit seine Zehenspitzen auf; die Eisen hörten sich an wie tap dancing schuhe da Eisen und Trachten sich immer von einander entfernten beim auffüßen und kurz darauf wieder zusamen schlugen als die Trachten runterkamen. Er hat mit dem linken Huf oft gestolpert.
Er hat nicht getrabt auf der Wiese, ging teilweise in einer zügigen Schritt.
Sehnen waren eingepackt mit Watte und Bandagen.
Hufschmied hat Eisen abgemacht, er konnte sogar für diese kürze Zeit kaum stehen. Große Stücke vom Hufwand sind weggebrochen wo die Nagellöcher waren; am nächsten Tag sind weitere Teile weggebrochen.
Nachher ging er weiterhin auf die Zehenspitzen aber füßte mit rechts 25% auch mit den Trachten auf. Hat kurz getrabt.
Nach eine kurze Pause habe ich die Hufe gefeilt. links 4mm Hufwand entfernt an die Trachten bis der Wand auf eine Höhe war mit die Sohle. Die Sohle ist links an die Trachten zu tief runter, wie bei ein langjährige Bockhuf zu erwarten.
Obwohl kein Bein mehr als eine Minute in der Luft bleiben müsste und ich öfter abgewechselt habe at es nicht lange gedaurt bis er die Beugesehnen entlastet hat durch die Beine nach vorne hoch zu halten.
Pause eingeleiten 2 Stunden.
Pulverige Sohlenhorn habe ich nach der Pause entfernt bis auf ein Paar Resten - die werden die Sohle etwas beschutzen für ungewohnte Belastung. Sohlen haben durchaus richtige dicke über dem Strahlfürchen gemessen (link Ramey article).
Da die Sehnen jetzt deutlich dicker waren und dazu auch warm waren und Pulsierten, habe ich der Strahl nicht mehr geschnitten.
Percutin aufgetragen auf die Sehnen. Iod-Ether in der mittlere Strahlfürche eingespritzt und mit Mullbinde zu gestopft. Hufe für Hufschuhe gemessen. Sehr Schmall 15,7 zu 13,5 und 15,5 zu 12,7 - ein bis zwei Maßen unterschied zwischen Breite und länge.
Krankenschuhe bestellt.
Vor wie nachher stellt er sich am liebsten auf der dickste Heuschicht. Warscheinlich besser abgepolstert.
Prolog
Vor einer Woche habe ich Feivel das erste Mal gesehen. Er stand auf einer ziemlich große Wiese mit weiteren zehn anderen Pferden. Er lief ganz brav mit uns als seine Reitbeteiligung ihn holte. Er lief zwar brav und ohne zörgern aber nicht schön, er hat nähmlich Hufrollenentzündung im Endstadium auf beiden Vorderbeinen, die letzte Röntgenbilder vor drei Jahren(2008) ergaben dazu auch noch Schale und Arthrose, laut seinen Tierarzt ist es ein Wunder das er überhaupt noch laufen kann.
Feivel gehört der Cousine meiner Frau und sie hatte mich gebeten Feivel zu besuchen und mir seine Hufe genauer anzusehen. Neue Hufeisen waren wieder fällig jedoch war sein allgemeiner Zustand so schlecht das sie sich fragte ob es statt dem üblichen Beschlagen noch eine Alternative geben könnte. Denn Feivel mochte eigendlich garnicht mehr laufen. Als seine Reitbeteiligung ihn führte, lief er wie auf Stelzen. Ich versuchte sein linkes Vorderbein zu heben und er fing an am ganzen Körper zu zittern, besonders am linken Bein. Seine Reitbeteiligung meinte er leide ausserdem unter dem "Shivering Syndrom". Das Beschlagen würde schonmal Stunden dauern, erklärte sie darauf.
Was mir ausserdem direkt ins Auge fiehl, war die tatsache das seine Hufe proportional viel zu schmal und klein waren zum Pferd.
Feivel ist ein schweres Warmblut vom "alten Schlag" mit viel zu schmalen Hufen. Der Strahl an allen vier Hufen war unterentwickelt klein und hatten zudem kein Bodenkontakt.
Trotz Hufeisen konnte ich gut die stinkenden, schwarzen Strahlspalten an allen vier Hufen erkennen wo sich die Fäulnis wohl schon ziemlich tief hineingefressen hatte.
An beiden seinen Vorderbeinen hatte er eine Sehnenentzündung, die Beine waren trotz täglichem Auslauf dick und warm. Besonders das rechte Bein war stärker betroffen und wesentlich dicker als das linke Bein. Laut TA könnte es von der Überbelastung durch die Schonhaltung des linken Bockufes begründet sein.
Seine Reitbeteiligung erzählte das man schon alles an therapeutischen Beschlägen durchprobiert habe. Leider immer nur mit kurzweiligem Erfolg.
Bei Feivel wurde schon mit 8 Jahren die Hufrollenentzündung diagnostiziert da er nicht mehr klar lief. Damals war der Nervenschnitt eine populäre Methode die von Tierärzten gerne vorgeschlagen wurde. Auch leider heute noch nicht ganz verrufen bei einigen Veterinären.
Feivel bekam damals die klassische Behandlung vom Nervenschnitt, höherstellen der Trachten zur Entlasten der tiefen Beugesehne bis zum steilen Bockhuf. Wenn der betroffene Huf dann nicht mehr steiler gestellt werden kann, ist eben auch bei den Hufschmieden und Veterinären Endstation. Und so auch bei Feivel. Diese konservatieve Behandlungsmethode führt unweigerlich zum Einschläfern des Pferdes, da bei den Pferden ab einem bestimmten Punkt die Beugesehne nicht mehr entlastet werden kann. Oft legt sich das Pferd dann hin und will nicht mehr aufstehen.
Zu alldem hatte Feivel diesen Sommer schon etliche Koliken hinter sich gehabt. Wie ich später über seinen TA herausgefunden habe, litt er seit 2009 regelmäßig unter Gaskolicken, oftmals 8 Kolicken in kurzen Intervallen. Sowie immer wieder auftretende Augenentzündungen am linken Auge die jedoch nur im Sommer auftrat, bei Weidegang und Fliegenplagen.
Ich beschäftige mich jetzt seit 4 Jahren mit Hufen; Ich habe diesbezüglich sehr viel gelesen und habe auch an verschiedenen Kursen teilgenommen. Ich arbeite stark nach der theoretischen Methode was als "Natural Hoof Care" bekannt ist. Vor allem nach den Huferkenntnissen von Pete Ramey (amerikanischer Hufschmied der auf Barhufbehandlung umgestiegen ist).
Es begann damit, das mein eigenes Pferd vor 4 Jahren auch mit der Diagnose Hufrollenentzündung eingeschläfert wurde. Damals auf Anraten zweier Tierärzte sowie gute Bekannte in der Pferdeszene, sah ich selbst keinen anderen Ausweg als den Tod. Man hatte mir zwar auch die Spezialbeschläge vorgeschlagen, die Tierärzte waren jedoch ehrlich und sagten das sie den Krankheitsverlauf nur verlangsamten nicht aufhielten. Ich habe daraufhin angefangen mich sehr intensiev mit der Arbeit und der Lehre der Hufschmiede zu befassen und parallel dazu mit veterinär wissenschaflichen Untersuchungen von Ärzten wie z.B. Dr. Bowker, Dr. Pollitt oder Dr. Rooney.
Ein Artikel von Pete Ramey, aus wissenschaftlichen Erkenntnissen zusammenfügt und für den Laien verständlich gemacht, kann mann hier übersetzt finden:
Artikel- Hufrollenentzündung-Pete Ramey
Feivel gehört der Cousine meiner Frau und sie hatte mich gebeten Feivel zu besuchen und mir seine Hufe genauer anzusehen. Neue Hufeisen waren wieder fällig jedoch war sein allgemeiner Zustand so schlecht das sie sich fragte ob es statt dem üblichen Beschlagen noch eine Alternative geben könnte. Denn Feivel mochte eigendlich garnicht mehr laufen. Als seine Reitbeteiligung ihn führte, lief er wie auf Stelzen. Ich versuchte sein linkes Vorderbein zu heben und er fing an am ganzen Körper zu zittern, besonders am linken Bein. Seine Reitbeteiligung meinte er leide ausserdem unter dem "Shivering Syndrom". Das Beschlagen würde schonmal Stunden dauern, erklärte sie darauf.
Was mir ausserdem direkt ins Auge fiehl, war die tatsache das seine Hufe proportional viel zu schmal und klein waren zum Pferd.
Feivel ist ein schweres Warmblut vom "alten Schlag" mit viel zu schmalen Hufen. Der Strahl an allen vier Hufen war unterentwickelt klein und hatten zudem kein Bodenkontakt.
Trotz Hufeisen konnte ich gut die stinkenden, schwarzen Strahlspalten an allen vier Hufen erkennen wo sich die Fäulnis wohl schon ziemlich tief hineingefressen hatte.
An beiden seinen Vorderbeinen hatte er eine Sehnenentzündung, die Beine waren trotz täglichem Auslauf dick und warm. Besonders das rechte Bein war stärker betroffen und wesentlich dicker als das linke Bein. Laut TA könnte es von der Überbelastung durch die Schonhaltung des linken Bockufes begründet sein.
Seine Reitbeteiligung erzählte das man schon alles an therapeutischen Beschlägen durchprobiert habe. Leider immer nur mit kurzweiligem Erfolg.
Bei Feivel wurde schon mit 8 Jahren die Hufrollenentzündung diagnostiziert da er nicht mehr klar lief. Damals war der Nervenschnitt eine populäre Methode die von Tierärzten gerne vorgeschlagen wurde. Auch leider heute noch nicht ganz verrufen bei einigen Veterinären.
Feivel bekam damals die klassische Behandlung vom Nervenschnitt, höherstellen der Trachten zur Entlasten der tiefen Beugesehne bis zum steilen Bockhuf. Wenn der betroffene Huf dann nicht mehr steiler gestellt werden kann, ist eben auch bei den Hufschmieden und Veterinären Endstation. Und so auch bei Feivel. Diese konservatieve Behandlungsmethode führt unweigerlich zum Einschläfern des Pferdes, da bei den Pferden ab einem bestimmten Punkt die Beugesehne nicht mehr entlastet werden kann. Oft legt sich das Pferd dann hin und will nicht mehr aufstehen.
Zu alldem hatte Feivel diesen Sommer schon etliche Koliken hinter sich gehabt. Wie ich später über seinen TA herausgefunden habe, litt er seit 2009 regelmäßig unter Gaskolicken, oftmals 8 Kolicken in kurzen Intervallen. Sowie immer wieder auftretende Augenentzündungen am linken Auge die jedoch nur im Sommer auftrat, bei Weidegang und Fliegenplagen.
Ich beschäftige mich jetzt seit 4 Jahren mit Hufen; Ich habe diesbezüglich sehr viel gelesen und habe auch an verschiedenen Kursen teilgenommen. Ich arbeite stark nach der theoretischen Methode was als "Natural Hoof Care" bekannt ist. Vor allem nach den Huferkenntnissen von Pete Ramey (amerikanischer Hufschmied der auf Barhufbehandlung umgestiegen ist).
Es begann damit, das mein eigenes Pferd vor 4 Jahren auch mit der Diagnose Hufrollenentzündung eingeschläfert wurde. Damals auf Anraten zweier Tierärzte sowie gute Bekannte in der Pferdeszene, sah ich selbst keinen anderen Ausweg als den Tod. Man hatte mir zwar auch die Spezialbeschläge vorgeschlagen, die Tierärzte waren jedoch ehrlich und sagten das sie den Krankheitsverlauf nur verlangsamten nicht aufhielten. Ich habe daraufhin angefangen mich sehr intensiev mit der Arbeit und der Lehre der Hufschmiede zu befassen und parallel dazu mit veterinär wissenschaflichen Untersuchungen von Ärzten wie z.B. Dr. Bowker, Dr. Pollitt oder Dr. Rooney.
Ein Artikel von Pete Ramey, aus wissenschaftlichen Erkenntnissen zusammenfügt und für den Laien verständlich gemacht, kann mann hier übersetzt finden:
Artikel- Hufrollenentzündung-Pete Ramey
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